Die Bodenfeuchtigkeit kontrollieren: Tools für optimale Eingriffe
Im Februar beginnt langsam die Feldsaison. Je feuchter der Boden, desto anfälliger ist er für die Verdichtung. Um nachhaltige Schäden zu vermeiden und die Bodenstruktur zu erhalten, ist die Bodenfeuchtigkeit regelmässig zu überprüfen und der Maschineneinsatz anzupassen.
Wenn die Feldarbeit wieder beginnt, erfordert die Bodenfeuchtigkeit ausreichend Beachtung. Die Bearbeitung eines zu feuchten Bodens kann zu einer Verdichtung führen, welche die Durchlüftung des Bodens beeinträchtigt, das Pflanzenwachstum hemmt, die Wasserinfiltration bei starken Regenfällen reduziert und den Wasservorrat für Trockenperioden verringert. Die Beurteilung der Bodenfeuchtigkeit zu Saisonbeginn oder nach Regenperioden ermöglicht eine effiziente Planung, beugt Verdichtung vor, schont die Struktur und erhält die Fruchtbarkeit des Bodens.
Bodenfeuchtigkeit in Echtzeit auf „www.bodenmessnetz.ch”
Bevor Sie Ihre Parzellen befahren, konsultieren Sie das «Bodenmessnetz». Diese Plattform stellt alle zehn Minuten aktualisierte Daten zur Verfügung. Im Kanton Freiburg sind derzeit 11 Stationen aktiv.
Praktische Orientierungshilfe:
Bei vergleichbarer Feuchtigkeit (z.B. zwischen 6 und 10 cbar) sind tonige Böden empfindlicher als sandige Böden: Es muss eine höhere Saugspannung abgewartet werden, damit die Tragfähigkeit gewährleistet ist. Zusätzlich ist zu beachten, dass die Messstationen im Dauergrünland installiert sind, was zu Abweichungen gegenüber Parzellen mit nacktem Boden führen kann.
Quelle : Agroscope
Die Messungen werden mit Tensiometern durchgeführt, welche die Saugspannung in Centibar (cbar) messen. Es handelt sich um die Saugkraft, mit der das Wasser in den Bodenpartikel zurückgehalten wird. Je höher der Wert, desto trockener und tragfähiger ist der Boden und desto weniger anfällig ist er für Verdichtung. Umgekehrt weist ein niedriger Wert auf einen feuchten und verdichtungsanfälligen Boden hin.
Wenn die Anzeige auf der Website „grün“ ist, ist der Boden trocken und stabil: Ideal zum Befahren, aber oft zu trocken für eine effiziente Bodenbearbeitung. „Gelb“ bedeutet, dass die Bedingungen für die meisten landwirtschaftlichen Arbeiten optimal sind. Die Farbe „orange“ mahnt zur Vorsicht: Beschränken Sie den Einsatz schwerer Maschinen. „Rot“ bedeutet schliesslich, dass von jeglichen Arbeiten auf dem Feld dringend abzuraten ist.
Schwellenwerte für die Bodenfeuchtigkeit
Quelle: bodenmessnetz.ch
Bewerten Sie das Verdichtungsrisiko mit «Terranimo.ch»
Simulieren Sie Ihre Überfahrten mit Terranimo. Um bessere Entscheidungen zu treffen, kombinieren Sie die Messung der Bodenfeuchtigkeit mit Terranimo, einem kostenlosen digitalen Tool, welches das Risiko der Bodenverdichtung darstellt.
Mit Terranimo können Sie verschiedene Szenarien simulieren, indem Sie Folgendes vergleichen:
- die Belastung durch die Maschine (Gesamtgewicht, Anzahl Achsen, Radlast, Reifendruck)
- die Bodenfestigkeit (Körnung, Feuchtigkeit)
Dank dieser Simulationen können Sie die optimalen Bedingungen für eine Bodenbearbeitung identifizieren, welche die Bodenstruktur nicht beeinträchtigen. Terranimo ist auch ein wertvolles Werkzeug für die Planung Ihrer Maschineninvestitionen. Es hilft Entscheidungen abzuwägen, die der Gesundheit Ihrer Böden und Ihrem Budget zugutekommen, indem leichtere oder angepasste Maschinen bevorzugt werden.
Effizientes Bewässerungsmanagement mit „Bewaesserungsnetz.ch”
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich Gedanken um die Bewässerung der kommenden Saison zu machen und die Anschaffung einer Sonde in Betracht zu ziehen. Mit einer guten Planung können Sie das Wasser im Sommer optimal einsetzen und Trockenperioden besser bewältigen.
Während der ganzen Saison können Sie auf bewaesserungsnetz.ch eruieren, wann und mit wie viel Wasser zu bewässern ist. Dieses Netzwerk, das auf 280 Sonden basiert, die vorwiegend in Kartoffel- und Gemüsefeldern installiert sind, zeigt den Wassergehalt bis zu einer Tiefe von 60 cm.
Achtung: Jede Parzelle ist einzigartig. Die Daten einer benachbarten Parzelle lassen sich nicht direkt auf Ihre Parzelle übertragen.
Durch die Kombination der Messungen von Sonden an verschiedenen Standorten können Sie jedoch den Wasserhaushalt Ihrer Parzellen besser verstehen. Seit 2024 wird ein auf diesen Daten basierendes Bewässerungsbulletin veröffentlicht, das Ihnen bei der Planung Ihrer Arbeiten hilft.
Reservieren Sie sich schon jetzt den Donnerstag, 17. September 2026, für einen spannenden Tag zum Thema Wasser in der Landwirtschaft auf dem Gelände von Grangeneuve. Ein unverzichtbarer Termin, um die Herausforderungen zu verstehen und konkrete Lösungen zu entdecken.
Weitere Informationen folgen in unseren nächsten Ausgaben.
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