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Mit Bodenkarten gezielter bewirtschaften: Pilotprojekte zur Kartierung und Stimmen aus der Praxis

02. März 2026
Mehrere Pilotprojekte haben bereits ermöglicht, detaillierte Karten der Freiburger Böden zu erstellen, die nun online verfügbar sind. Für Landwirtinnen und Landwirte bieten diese Karten eine konkrete Möglichkeit, die Böden, die sie täglich bewirtschaften, besser zu verstehen. Die Erfahrungsberichte der an diesen Projekten beteiligten Landwirtinnen und Landwirten zeigen, dass fundierte Kenntnisse über Böden ein Vorteil für die landwirtschaftliche Produktion sind.

Im Jahr 2023 lancierte der Bund die Vorbereitungsphase der nationalen Bodenkartierung. Dieses Vorgehen ist Teil einer langfristigen Strategie, die darauf abzielt, das Wissen über Schweizer Böden langfristig zu verbessern und diese wichtige Ressource stärker in planerische und landwirtschaftliche Entscheidungen einzubeziehen.

In Prez-vers-Noréaz wurde vom Kompetenzzentrum Boden ein Pilotprojekt durchgeführt und 2025 abgeschlossen. Es trug zur Entwicklung einer hochauflösenden Kartierungsmethode bei. Diese basiert auf innovativen Techniken wie Spektroskopie und digitaler Modellierung. Die Arbeit brachte verschiedene thematische Karten hervor, die unter anderem die nutzbare Feldkapazität (Wasserreserve), die Bewässerungseignung oder die Empfindlichkeit gegenüber Verdichtung aufzeigen.

«Für uns Bauern war es sehr spannend zu sehen, wie der Boden in der Tiefe aussieht.» 
Manuel Stoll, Prez-vers-Noréaz

Voir ansehen: https://vimeo.com/showcase/Kartierung-der-Freiburger-Boden?video=1164262647

Andere Projekte konzentrierten sich auf besonders sensible Gebiete, wie das Grosse Moos. Die zwischen 2016 und 2023 durchgeführte Kartierung dieser Region liefert wichtige Daten, für die Bewertung möglicher Bodensenkungen auf organischen Böden und die Planung geeigneter Bewirtschaftungs- und Aufwertungsmassnahmen.

«Die Kartierung ermöglichte zu erkennen, wo es Senkungen gab und wo man Gegenmassnahmen machen kann.»
Fredy Moser, Kerzers

Video ansehen: https://vimeo.com/showcase/Kartierung-der-Freiburger-Boden?video=1164251262

Auf kantonaler Ebene wurden bereits rund zehn weitere Projekte durchgeführt oder sind noch im Gang. Dazu gehören unter anderem die Bewässerungseignung der Böden in der Broye sowie eine Hinweiskarte degradierter landwirtschaftlicher Böden. Letztere identifiziert potenzielle Standorte zur Wiederherstellung von Fruchtfolgeflächen.

«Wenn wir unsere Felder effizient bewässern wollen, müssen wir unsere Böden kennen.»
Emilia Vorlet, Murist

Video ansehen: https://vimeo.com/showcase/Kartierung-der-Freiburger-Boden?video=1164348685

Weitere Projekte werden diese Dynamik in den kommenden Jahren stärken diesen Projekten gewonnenen Informationen bieten ein vertieftes Verständnis Freiburger Böden. Sie helfen etwa dabei, Gebiete mit hoher Wasserspeicherfähigkeit zu erkennen, Zonen mit erhöhter Erosionsgefahr zu bestimmen oder Böden identifizieren, deren Fruchtbarkeit besondere Aufmerksamkeit erfordert.

«Ich interessiere mich für Kulturen, die trockenheitsresistent sind; solche Pflanzen sät man nicht in jeden Boden, was die Wasserspeicherung angeht.»
Marc Fahrni, Le Crêt

Video ansehen: https://vimeo.com/showcase/Kartierung-der-Freiburger-Boden?video=1164268316

Die Bodenkartierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug für den Dialog zwischen Wissenschaft und landwirtschaftlicher Praxis. Wenn sie aktualisiert, geteilt und mit Landwirtinnen und Landwirten diskutiert wird, hilft sie, die Praktiken zu optimieren, die Bewässerung besser zu planen und die natürliche Ressource Boden nachhaltig zu bewirtschaften, um zukünftigen Herausforderungen zu begegnen.

Die Karten werden nach und nach auf dem Portal «bodendaten.ch» veröffentlicht. Die Projektperimeter werden demnächst über das kantonale Kartenportal ‹maps.fr.ch› einsehbar sein. Langfristig sollte der gesamte Kanton über Bodenübersichtskarten und thematische Karten verfügen.

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